Herbstzeit ist Jagdzeit

An vielen Orten kann man nun wieder beobachten, wie sich Jäger und Ihre Helfer in den frühen Morgenstunden versammeln. Schon von weiten hört man die Hörner, die den Aufbruch zur Jagd verkünden.

Es ist die Zeit der Gesellschaftsjagden gekommen, in der die Jäger gemeinsam und auch revierübergreifend möglichst effektiv jagen möchten.

Die Wildtiere haben in diesen Zeiten Reserven für die Wintermonate angelegt, haben Ihren Stoffwechsel allerdings noch nicht auf die Ruhephase umgestellt. Ein guter Zeitpunkt, an dem man nun mit einer einmaligen Beunruhigung ausgewählte Tiere entnehmen kann.

In Zeiten, in denen durch ein Überangebot an Nahrung aus der Landwirtschaft, die Populationsdichten besonders beim Schwarzwild stark ansteigen, ist diese Art der Jagd wichtig, um effektiv Strecke machen zu können. Das hat viele positive Effekte. Durch eine Bestandsreduzierung beugt man Seuchen, wie der drohenden Afrikanischen Schweinepest vor. Das verbleibende Wild hat bessere Chancen, die Wintermonate zu überstehen, da die Konkurrenz durch Artgenossen geringer ist. Der Schaden z.B. durch Winterneuschäle fällt geringer aus. Vor allem aber steht besonders im Winter und in der Weihnachtszeit ein hochwertiges Fleischprodukt zur Verfügung, dass man mit gutem Gewissen genießen kann. Wildbret stammt nicht aus der Massentierhaltung, ist nicht mit Kraftfutter schnell auf Gewicht gefüttert wurden, es ist artgerecht und in Freiheit aufgewachsen.

Am vergangenen Samstag fand wie jedes Jahr eines der ersten großen Jagden im Schwarzbachtal statt. Gejagt wurde mit ca. 80 Schützen und 50 Jagdhelfern im Revier Dippoldiswalde, Reichstädt und Obercarsdorf.
Anders wie am Vortag herrschten gute Wetterbedingungen, welche ein fehlerfreies Ansprechen des Wildes und einen sicheren Schuss ermöglichten. Das konnte man dann auch an der Strecke sehen, mit der alle Reviere zufrieden sein konnten.

Diese Jagd war auch eine der Lehrjagden der Jagdschule Weisseritzkreis, bei der die Jagdschüler viel über Gesellschaftsjagden lernen konnten. Besonders die Versorgung des Wildbrets, aber auch die Ehrung des Wildes durch Brüche (letzter Bissen, Inbesitznahmebruch), Jagdhornsignale und gewisse Verhaltensregeln am Streckenplatz, konnten die zukünftigen Jäger und Jägerinnen in der Realität erleben.

Unter Anleitung lernten die Jagdschüler die Versorgung des Wildes am Streckenplatz. Damit ist eine spätere Weiterverarbeitung zu einem hochwertigen Fleischprodukt gewährleistet.
Auch der Administrator unserer Homepage hier links im Bild, war mit dabei.

Es war für alle spürbar, wie wichtig uns Jägern der Erhalt unseres alten Brauchtums ist und damit auch der Respekt gegenüber unserem Wild als wertvolle Kreatur dieser Erde.

Zu Ehren des Wildes erklingen die Totsignale.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle Helfer, die zum Erfolg beigetragen haben.

Weidmannsheil

Frank Fiebiger

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