Brauchtum oder Jagderfolg?! Schädlingsbekämpfer oder Jäger?!

Lieber Jägerinnen, liebe Jäger,

zugegeben meine Überschrift ist etwas provokativ und dennoch ist dieses Thema bei vielen Gesellschaftsjagden sehr brisant.

Ein Beispiel ist die Hubertusjagd, die im Kreuzwald gemeinsam mit dem Sachsenforst und den anliegenden Pachtrevieren stattfand.

Seit vielen Jahren ist es üblich, dass diese Jagd durch die Jagdhornbläser eröffnet wird. Für die meisten Jäger ein ehrwürdiger und schöner Augenblick, da dieser Ablauf einer sehr alten Tradition folgt. In diesem Jahr ist den Jagdhornbläsern erstmals untersagt wurden, zu dieser Jagd ihre alten Signale zu blasen. Man glaubt, das Wild aus dem zu bejagenden Gebiet auswechselt, sollte es die Signale der Jäger vernehmen. 

Wild wechselt bei Gefahr in seinem Einstand. Jeder, der selbst einmal als Jagdhelfer an einem Treiben teilgenommen hat, weiß das Wild nur unter starkem Druck seinen Einstand verlässt. Dafür braucht es starke Treiberketten und vor allem Stöberhunde. Es ist daher sehr unwahrscheinlich, dass Jagdsignale einen Einfluss auf die Strecke haben.

Jagd ist viel mehr als Schädlingsbekämpfung. Jagd ist die Freude am Naturerlebnis, der Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt, der Kompromiss zwischen Forst, Land und Interessen des Naturschutzes, aber eben auch der Erhalt einer sehr alten Tradition.

Daran wird man uns in Zukunft messen!

Wir sind Jäger und keine Schädlingsbekämpfer!

Weidmannsheil!

Frank Fiebiger Vorsitzender JV-Weißeritzkreis e.V.

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