Rehkitzrettung in Sachsen – Wissenschaftliches Projekt der TU Dresden sucht Reviere im Osterzgebirge

Liebe Jägerinnen und Jäger,

in Ihrer Rolle als Jagdausübungsberechtigte leisten Sie jedes Jahr einen wichtigen Beitrag zur Rehkitzrettung im Rahmen der Grünlandmahd. Diese Arbeit ist aktiver Wildtierschutz und gelebte Verantwortung in unseren Revieren im Osterzgebirge.

Nun wird die Rehkitzrettung in Sachsen wissenschaftlich begleitet. Die Dozentur für Wildökologie und Jagdwirtschaft der Technischen Universität Dresden startet ein Projekt zur Untersuchung und Bewertung von Maßnahmen der Kitzrettung während der Grünlandmahd.

Projekt zur wissenschaftlichen Begleitung der Rehkitzrettung in Sachsen

Im Fokus stehen ausschließlich Rehkitze, die im Rahmen der regulären Rehkitzrettung während der Mahd aufgefunden werden. Die Kitze werden – wie gewohnt – für die Dauer der Mahd gesichert und anschließend wieder ausgesetzt.

Unmittelbar vor dem Aussetzen erfolgt:

• Markierung mittels Ohrmarke
• Ausstattung mit einem GPS-Halsband
• automatisches Abfallen des Halsbandes nach wenigen Wochen
• anschließendes Einsammeln der Sender

Die erhobenen Daten dienen ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken. Eine Veröffentlichung erfolgt anonymisiert, sodass kein Rückschluss auf einzelne Reviere im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge oder auf konkrete Flächen möglich ist.

Für das Projekt liegt eine tierschutzrechtliche Genehmigung vor.

Warum GPS-Daten zur Rehkitzrettung wichtig sind:

Die wissenschaftliche Begleitung der Rehkitzrettung durch die TU Dresden liefert belastbare Daten zur Wirksamkeit bestehender Maßnahmen. Gerade in Grünlandrevieren im Osterzgebirge ist es entscheidend zu wissen:

• Wie entwickeln sich markierte Rehkitze nach dem Aussetzen?
• Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg der Kitzrettung?
• Wie kann die Rehkitzrettung in Sachsen weiter verbessert werden?

Diese Erkenntnisse stärken die Position der Jägerschaft im Bereich Wildtierschutz und Naturschutz und machen die Rehkitzrettung wissenschaftlich nachvollziehbar.

Unterstützung durch Jagdausübungsberechtigte im Osterzgebirge

Wir berichten bewusst über dieses Projekt, weil es die praktische Rehkitzrettung im Jagdverband Weißeritzkreis und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge fachlich weiterentwickeln kann.

Als Jagdausübungsberechtigte haben Sie die Möglichkeit, das Projekt im laufenden Kalenderjahr in Ihrem Revier zu unterstützen und Ihr Einverständnis zur Markierung und GPS-Ausstattung der aufgefundenen Rehkitze zu erklären.

Bitte prüfen Sie, ob eine Beteiligung in Ihrem Revier möglich ist, und geben Sie diese Information auch innerhalb Ihres Hegerings weiter.

Kontakt zur Projektleitung

Dozentur für Wildökologie und Jagdwirtschaft
Technische Universität Dresden

M.Sc. Hanna Gellner
hanna.gellner@tu-dresden.de
Telefon +49 351 463-44458

Prof. Dr. Dr. Sven Herzog
sven.herzog@tu-dresden.de
Telefon +49 351 463-31232

Gemeinsam können wir die Rehkitzrettung im Osterzgebirge wissenschaftlich untermauern und weiter verbessern.

Mit Waidmannsheil

Eure Anja Pötzsch
Öffentlichkeitsarbeit


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