Mit den sinkenden Temperaturen ändert sich auch das Verhalten unserer Wildtiere. Rehwild, Rotwild, Hasen und Füchse schalten einen Gang zurück – sie reduzieren ihre Aktivität, ziehen sich in Dickungen und geschützte Lagen zurück. Jeder Schritt, jede Flucht kostet jetzt wertvolle Energie.
Denn anders als wir Menschen können Wildtiere nicht „nachheizen“.
Sie leben von den Fettreserven des Sommers – und müssen mit dem auskommen, was die Natur im Winter noch bietet.
Gerade im Spätherbst und Winter gilt daher:
Wildtiere brauchen Ruhe.
Jede unnötige Störung – sei es durch querlaufende Spaziergänger, freilaufende Hunde oder Mountainbiker abseits der Wege – kann dazu führen, dass Wild in Panik flüchtet, Reserven verbraucht oder gar Lebensraum meidet.
🔸 Deshalb bitten wir als Jagdverband eindringlich:
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Bleiben Sie auf den Wegen – auch im Wald
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Leinen Sie Hunde an – besonders in der Dämmerung
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Verzichten Sie auf Nachtaktivitäten im Wald – Wildtiere sind in der dunklen Zeit besonders aktiv
Für uns Jäger beginnt jetzt die Zeit der Beobachtung, Hege und maßvollen Bejagung – immer mit Blick auf Wildruhe, Wetter und Nahrungsangebot. Auch Fütterungen, Wildäsungsflächen und Wildruhezonen spielen jetzt eine wichtige Rolle.
Jagd ist nicht nur Erlegen – Jagd ist auch Schützen.
Und dafür danken wir allen, die mit Rücksicht und Achtsamkeit durch den Winterwald gehen.
Waidmannsdank für Ihre Rücksicht!
