Am 3. und 4. Juli 2026 fand der Bundesjägertag des Deutschen Jagdverbandes in Suhl statt. Für den Landesjagdverband Sachsen nahm unter anderem Jürgen Büttner, Mitglied des Präsidiums des Landesjagdverbandes Sachsen, an den Beratungen, Gesprächen und Beschlussfassungen teil.
Im Mittelpunkt standen wichtige Zukunftsthemen der Jagd: Jagdethik, Wildtiermanagement, der Umgang mit dem Wolf, das Waffenrecht sowie die Rolle der Jagd als verlässlicher Partner im Natur-, Arten- und Wildtierschutz.
Der Bundesjägertag machte deutlich: Die organisierte Jägerschaft wird gehört. Politik und Gesellschaft setzen zunehmend auf die Kompetenz der Jägerinnen und Jäger. Diese Anerkennung ist wichtig – sie ist aber auch Verpflichtung.
Starke Unterstützung für den Landesjagdverband Sachsen
Ein besonderer Moment war die breite Solidarität, die dem Landesjagdverband Sachsen entgegengebracht wurde.
Hintergrund war ein Antrag des Präsidenten des Landesjagdverbandes Sachsen, Polo Palmen. Inhaltlich ging es um einen grundlegenden Gedanken des Miteinanders im Deutschen Jagdverband: Landesjagdverbände sollen sich gegenseitig unterstützen, respektieren und bestehende Verbandsstrukturen nicht durch gezielte Abwerbung schwächen.
Der Antrag war damit auch ein klares Bekenntnis zu Fairness, Loyalität und Zusammenhalt innerhalb des Deutschen Jagdverbandes.
Nachdem Polo Palmen die Position des Landesjagdverbandes Sachsen erläutert hatte, erhielt das Anliegen eine beeindruckende Unterstützung. Bis auf eine Enthaltung des Landesjagdverbandes Brandenburg stellten sich alle anderen Landesjagdverbände hinter die sächsische Position.
Für Sachsen ist das ein starkes Signal. Der Landesjagdverband Sachsen wird gehört. Seine Positionen werden ernst genommen. Und auch als vergleichsweise kleiner Landesjagdverband begegnet Sachsen den großen Landesverbänden auf Augenhöhe.
Gelebte Verbandskultur im Deutschen Jagdverband
Auch am folgenden Tag wurde das Thema in der Delegiertenversammlung, dem höchsten beschlussfassenden Organ des Deutschen Jagdverbandes, erneut aufgegriffen. Ziel war es, den Grundsatz von Solidarität und gegenseitigem Respekt innerhalb des Dachverbandes klar zu bekräftigen.
Mehrere Präsidenten der Landesjagdverbände unterstützten den sächsischen Antrag ausdrücklich. Genannt wurden unter anderem Dr. Jörg Friedmann aus Baden-Württemberg, Wolfgang Heins aus Schleswig-Holstein, Florian Asche aus Mecklenburg-Vorpommern und Ludwig Gunstheimer aus Thüringen.
Die Debatte zeigte eindrucksvoll: Fairness, Loyalität und Zusammenhalt sind keine leeren Worte. Sie werden innerhalb des Deutschen Jagdverbandes aktiv eingefordert und gelebt.
Sachsen geschlossen vertreten
Der Landesjagdverband Sachsen war in Suhl stark vertreten. Neben Präsident Polo Palmen nahmen Bernd Laqua, Steffen Scholl und Jürgen Büttner für das Präsidium teil. Hinzu kamen die Delegierten Steffen Beyreuther aus Zwickau, René Schröter aus Großenhain, Thomas Liebig aus Dresden sowie Justiziar Ludwig Stetter.
Dieses geschlossene Auftreten wurde von vielen Gesprächspartnern wahrgenommen und wertgeschätzt. Gerade in verbands- und jagdpolitisch anspruchsvollen Zeiten ist ein solches gemeinsames Auftreten von besonderer Bedeutung.
Die Zukunft der Jagd entsteht in den Revieren
So wichtig Entscheidungen auf Bundesebene sind: Die Zukunft der Jagd entsteht nicht allein in Sitzungssälen. Sie entsteht täglich in unseren Revieren, in den Kreisjagdverbänden und in den Hegeringen.
Dort wird sichtbar, was verantwortungsvolle Jagd bedeutet. Dort wird Wissen weitergegeben. Dort werden junge Jägerinnen und Jäger begleitet. Und dort entsteht das Bild der Jagd, das in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
Gerade Pächterinnen und Pächter, Begehungsscheininhaberinnen und Begehungsscheininhaber sowie Jungjäger übernehmen dabei Verantwortung. Sie gestalten Wildbestände, pflegen Lebensräume, unterstützen Land- und Forstwirtschaft und sind häufig erste Ansprechpartner für Fragen rund um Jagd, Wild und Naturschutz vor Ort.
Diese Verantwortung braucht Erfahrung, aktuelles Fachwissen, rechtliche Sicherheit und den Austausch mit anderen engagierten Jägerinnen und Jägern.
Genau hier liegt die Stärke der organisierten Jägerschaft. Der Landesjagdverband Sachsen und seine Kreisjagdverbände bieten Fortbildung, fachliche Unterstützung, rechtliche Beratung, politische Interessenvertretung und ein Netzwerk, das Wissen und Erfahrung bündelt.
Gemeinsam stärker werden
Der Bundesjägertag 2026 in Suhl hat gezeigt, wie viel eine geschlossene jagdliche Gemeinschaft bewegen kann. Nicht allein die Größe eines Verbandes entscheidet über seinen Einfluss, sondern Glaubwürdigkeit, Engagement und Zusammenhalt.
Für uns als Jagdverband Weißeritzkreis Osterzgebirge ist diese Botschaft besonders wichtig. Unsere Arbeit vor Ort, unsere Mitglieder, unsere Hegeringe und unser ehrenamtliches Engagement sind Teil dieser gemeinsamen Stimme.
Jede Mitgliedschaft stärkt die jagdliche Interessenvertretung. Jede aktive Mitarbeit bringt Erfahrung, Fachwissen und neue Perspektiven ein. Und jede Jägerin, jeder Jäger, der sich in die Verbandsarbeit einbringt, stärkt nicht nur den eigenen Kreisverband, sondern die Jagd insgesamt.
Der Bundesjägertag hat deutlich gemacht: Wenn wir zusammenstehen, werden unsere Anliegen gehört.
In diesem Sinne danken wir allen, die sich ehrenamtlich für Wild, Jagd, Natur und unsere Verbandsarbeit einsetzen.
Waidmannsheil
Eure Anja Pötzsch
Quelle: Zuarbeit Jürgen Büttner
